Su(cht)doku

Eigentlich hatte ich mir ja fest vorgenommen, mir kein Sudoku-Heft mehr zu kaufen. Aber als ich dann gestern am Kiosk vorbei kam, konnte ich doch nicht widerstehen. Dabei könnte ich doch meine Zeit wirklich mit Sinnvollerem verbringen.

Doch was soll’s. Irgendein Hobby braucht der Mensch ja. Und warum dann nicht Sudoku.

Man kann es überall machen. Braucht nur einen Stift und ein entsprechendes Heft. Oder ein passendes Programm. Ja, auch auf dem PC gibt es das. Mir jedoch liegt die Variante mit dem Stift und dem Heft mehr.

Warum ich das überhaupt angefangen habe, weiß ich auch nicht mehr so genau. Ich glaube, eine Freundin sagte so ganz harmlos: „Hast du schon mal Sudoku gemacht?“ Und das war’s dann.

Es kann wirklich süchtig machen. Schlimmer als Schokolade.

Wenn ich im Bett liege und in meinem Kopf immer nur die Zahlen von 1 bis 9 rumkurven, dann glaube ich doch, ich sollte mal einen Entzug machen.

Gibt es da eigentlich auch Kurse? So was wie DAS – Die Anonymen Sudokianer oder so?

Veröffentlicht in: on September 10, 2006 at 10:30 Kommentare (2)

Disfunktion eines Diktiergeräts oder Notizen auf ewig verschollen

Eigentlich ist ein Diktiergerät ja dafür gut, Informationen schnell und sicher zu speichern. Und sie dann bei Bedarf wieder her zu geben.

Meins macht das auch brav und ständig. Wenigstens den ersten Teil seiner Aufgabe erledigt es klaglos und ohne Murren.

Als ich es gestern wieder mal zum speichern anmachte, da nölte es plötzlich rum: „Speicher voll“. Ups. Da hab ich dann feststellen müssen, dass es zwar die Infos alle speichert. Aber wenn ich sie nicht abrufe, dann sind sie auf ewig verschollen.

War schon spannend, was ich da so alles wiederfand. Notizen zu Geschichten. Aufgaben, die ich vor einem Jahr mal erledigen wollte (ich fürchte, einige meiner Briefbekanntschaften sind sauer), Geburtstage, die ich nicht vergessen wollte (auch hier schon mal Entschuldigung an alle, bei denen ich mich nicht gemeldet habe).

Gelernt habe ich auf jeden Fall eines: „Auch ein Diktiergerät hat keinen kleinen Gnom drin, der die Aufgaben dann für einen erledigt.“ Schade eigentlich. So ein Diktiergerät wie der Fotoapparat auf der Scheibenwelt, das wäre klasse. Reinsprechen und dann kommt eine wunderbar gestaltete Liste (am besten gleich mit passenden Bildern) raus.

Eine Sprachsoftware hat zwar schon in Ansätzen was davon. Aber der Compi ist doch einfach zu groß und zu sperrig, um ihn sich beim Autofahren ständig vor den Mund zu halten ;-) .

Na, ich weiß jetzt wenigstens, was ich dies Wochenende machen werde. Mal all die vielen kleinen und großen Gedanken anhören und verarbeiten. Und von denen, die ich noch brauche, gleich eine schriftliche Notiz anfertigen.

Veröffentlicht in: on September 7, 2006 at 9:23 Kommentar schreiben

Karen Kingston – Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags

Nachdem ich heute eines meiner Lieblingsbücher im Regal wiederentdeckt habe, musste ich sofort (na ja, nicht gleich) das Regal ausräumen. Ich muss doch wirklich mal aufräumen. Einige der gelesenen Bücher ins Dunkel eines Kartons schicken, damit ich sie später wieder ans Licht holen kann. Einige in die Freiheit entlassen. Denn da ist doch so das eine oder andere, das ich nicht mehr oder überhaupt nie lesen werde. Auch wenn ich süchtig nach Buchstaben bin, bei einigen Exemplaren ging mir der Spaß beim Lesen verloren. Oder ich habe nicht den Sinn dafür. Aber es gibt ja andere, die es interessiert.

Ein gutes Drittel habe ich geschafft. Und jetzt werde ich noch ein wenig in dem Lieblingsbuch stöbern. Anregungen holen, wie ich dem Chaos um mich herum Herr (oder eher Frau) werden kann. Der Rest steht und liegt ja morgen noch genau so da.
Ich habe schon viel erreicht, aber ich gebe offen zu, ich schaffe es nicht, so viel wegzuwerfen, dass wirklich Ordnung herrscht.

Vielleicht bin ich ja einfach der Typ, der in einem gewissen Chaos leben muss.

Darüber sollte ich einmal meditieren.

Leben im selbstgewähltem Chaos – Ein Selbsthilfebuch für alle, denen die Dinge in ihrer Umgebung wichtig sind.

Veröffentlicht in: on September 4, 2006 at 11:30 Kommentar schreiben

Fenster putzen

Nachdem ich mich nun erfolgreich fast zwei Stunden im Netz getummelt habe, muss ich wohl mal wieder in die Realität zurück.

Heute heißt das: Rasen mähen, Fenster putzen, Einkaufen, Staubsaugen…

Warum nur wächst der Rasen sooo schnell? Da verweigere ich ihm schon jeglichen Dünger, aber der Hund hört einfach nicht auf, in die Höhe zu schießen. Es ist schon erschreckend, wie viel Biomasse unser Planet so ohne unser Zutun produziert. Und das tagtäglich.

Der Regen ist heute auch viel schmutziger als früher. Zumindest scheinen meine Fenster das zu meinen. Ich hätte ja gerne so ein Glas mit Lotus-Effekt. Na ja, vielleicht, wenn ich im Lotto gewonnen habe :-) .

Und Einkaufen ist schon gar nicht eines meiner größten Hobbys. Außer in den Buchläden, denen mit Künstlerbedarf, den Schreibwarenhandlungen und vielleicht noch Bildergalerien. Gut, im Internet ist einkaufen lustig. Aber das Anstehen für eine Tüte Milch hat so etwas so Gewöhnliches, dass auch der gleichzeitige Kauf eines Toastbrotes meine Lust darauf nicht wirklich erhöht.

Aber der Gipfel aller Ungerechtigkeit ist der Staub. Mir schwebt ja so ein Fußboden vor, der mit mikroskopisch kleinen Löchern versehen ist. Dann noch eine ultra-große Luftpumpe in einen Hohlraum darunter installiert. Und auf Knopfdruck saugt er sich von alleine. Das wäre doch mal was. Mal ganz davon abgesehen, dass der Staub auch wirklich draußen bleiben könnte. Habe ich ihn etwa eingeladen? Nein! Na also. Schon nach einer Woche bilden sich in den Ecken wieder Staubmäuse. Und das finde ich nicht in Ordnung. Wenn schon, dann wäre das einmal im Jahr ok. Da findet man ja auch all die Dinge wieder, die sich so im Laufe der Zeit lichtscheu unter die Couch verzogen haben. Aber jede Woche dieser Schmutz? NEIN, das ist ungerecht.

Doch Jammern hilft leider auch nicht. Und auch das mit dem bösen Blick hat nicht funktioniert. Die guten Kobolde sind wohl auch bei wem anders eingezogen. So bleibt mir also nur der Griff zum Sauger.

Glücklicherweise ist ja noch Mittagsruhe. Daher kann ich den Rasenmäher erst später anschmeißen. Auch ein guter Grund, oder?

Veröffentlicht in: on September 2, 2006 at 1:34 Kommentar schreiben