Eigentlich ist ein Diktiergerät ja dafür gut, Informationen schnell und sicher zu speichern. Und sie dann bei Bedarf wieder her zu geben.
Meins macht das auch brav und ständig. Wenigstens den ersten Teil seiner Aufgabe erledigt es klaglos und ohne Murren.
Als ich es gestern wieder mal zum speichern anmachte, da nölte es plötzlich rum: „Speicher voll“. Ups. Da hab ich dann feststellen müssen, dass es zwar die Infos alle speichert. Aber wenn ich sie nicht abrufe, dann sind sie auf ewig verschollen.
War schon spannend, was ich da so alles wiederfand. Notizen zu Geschichten. Aufgaben, die ich vor einem Jahr mal erledigen wollte (ich fürchte, einige meiner Briefbekanntschaften sind sauer), Geburtstage, die ich nicht vergessen wollte (auch hier schon mal Entschuldigung an alle, bei denen ich mich nicht gemeldet habe).
Gelernt habe ich auf jeden Fall eines: „Auch ein Diktiergerät hat keinen kleinen Gnom drin, der die Aufgaben dann für einen erledigt.“ Schade eigentlich. So ein Diktiergerät wie der Fotoapparat auf der Scheibenwelt, das wäre klasse. Reinsprechen und dann kommt eine wunderbar gestaltete Liste (am besten gleich mit passenden Bildern) raus.
Eine Sprachsoftware hat zwar schon in Ansätzen was davon. Aber der Compi ist doch einfach zu groß und zu sperrig, um ihn sich beim Autofahren ständig vor den Mund zu halten
.
Na, ich weiß jetzt wenigstens, was ich dies Wochenende machen werde. Mal all die vielen kleinen und großen Gedanken anhören und verarbeiten. Und von denen, die ich noch brauche, gleich eine schriftliche Notiz anfertigen.